Typ-1-Diabetes: Einkommenseinbußen vor allem bei den Müttern

Im Durchschnitt fast 7 % betragen die Einkommensverluste von Müttern, wenn bei ihren Kindern ein Typ-1-Diabetes festgestellt wurde. Diese Zahlen hat die Universität Uppsala anhand einer Auswertung der Kinder mit Typ-1-Diabetes, festgehalten im schwedischen Diabetesregister „Swediabkids“ und unter Heranziehung der Steuererklärungen ihrer Eltern, errechnet. In Schweden liegt das durchschnittliche Alter bei Erstdiagnose der Erkrankung bei 9 Jahren. Dies entspricht ungefähr auch den Zahlen in Deutschland. Es sind vorwiegend die Mütter, die die Blutzuckerwerte der Kinder überprüfen und vor den Mahlzeiten das Insulin injizieren beziehungsweise teilautomatisierte Systeme kontrollieren, Hyperglykämien vermeiden und auf Hypoglykämien reagieren müssen, abrufbereit für Notfälle in Schule und Freizeit sind, die Kinder zu Arztbesuchen und ins Krankenhaus begleiten. Wenn die Kinder die Pubertät erreichen, sind in der Realität Mütter häufiger als Väter eine wichtige Stütze und Gesprächspartner für die Teenager, die oft mit ihrem Schicksal hadern. Die Einkommenseinbußen der Mütter, die selbst nach 17 Jahren gegenüber Müttern von nichtdiabetischen Kindern noch nicht ganz ausgeglichen sind, führen später auch zu geringeren Rentenansprüchen.

Quelle: Supplement/ Pädiatrie 1/2025