Junge rauchen wieder mehr / Erkrankungen und Geschlecht

Süß, bunt und voller Nikotin: Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel werden bei jungen Menschen beliebter. Das geht aus einer Befragung des Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit aus dem Jahr 2025 hervor. Demnach rauchte knapp jeder zehnte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren 2025 und damit 3,5 Prozentpunkte mehr als noch vier Jahre zuvor. Weniger junge Leute greifen allerdings zur herkömmlichen Zigarette – mit einer Ausnahme: Bei den Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren rauchten 7,8 Prozent Tabak und damit 1,4 Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Fachleute schlugen Alarm und forderten bessere Präventionsmaßnahmen, wie etwa das Verbot von süßen Aromastoffen. 

Erkrankungen und Geschlecht
Geschlechtsspezifische Unterschiede spielen im Medizinstudium offensichtlich keine allzu große Rolle: Einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbands zufolge hat ein Drittel der rund 500 befragten Ärztinnen und Ärzte angegeben, im Studium „gar keine“ Inhalte zu den Unterschieden zwischen Frauen und Männern bei Erkrankungen vermittelt bekommen zu haben. Zwei Drittel haben noch nie eine entsprechende Fortbildung besucht, 87 Prozent finden, dass das Thema stärker in Leitlinien berücksichtigt werden sollte. 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe 12/2026

Kinder und Jugendliche: Psychische Erkrankungen häufigster Grund für Klinikaufenthalt

Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen sind im Jahr 2024 die häufigste Ursache für stationäre Behandlungen von Kindern und Jugendlichen gewesen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Fast ein Fünftel (18,9 Prozent) der im Krankenhaus stationär behandelten Personen im Alter von 10 bis 19 Jahren sei dort wegen einer solchen Erkrankung gewesen, hieß es. Das waren demnach rund 116 300 Menschen.

Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der aufgrund psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen im Krankenhaus behandelten jungen Menschen an. Damals habe es etwa 112 500 solcher Fälle gegeben, so die Statistiker. 2024 waren es demnach rund 3,4 Prozent mehr. Im Vergleich mit 2004 sei die Zahl sogar um 36,5 Prozent gestiegen. Unter den Krankenhauspatienten aller Altersklassen machten psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen im Jahr 2024 rund 5,9 Prozent der Behandlungen aus. Auch hier stieg die Zahl im 20-Jahre-Vergleich an, um vier Prozent.

Die meisten der Kinder und Jugendlichen wurden laut Mitteilung wegen Depressionen behandelt. 2024 waren das demnach rund 33 900 der 10- bis 19-Jährigen. Bei etwa 11 700 Heranwachsenden waren Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen Grund für die Behandlung. Auch über alle Altersklassen hinweg war Depression mit 24,7 Prozent die häufigste Diagnose bei den stationär wegen einer psychischen Erkrankung behandelten Menschen. Alkoholmissbrauch war bei 21,7 Prozent der Fälle die Ursache. 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt PP, Ausgabe 5/2026

Künstliche Intelligenz: Chatbots als Gesprächspartner für seelische Probleme

Rund zwei Drittel (65 Prozent) der 16- bis 39-Jährigen haben schon einmal mit Künstlicher Intelligenz (KI) über psychische Belastungen gesprochen. Das zeigt eine neue Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention in Leipzig. Dabei gehe es häufig um allgemeine Probleme wie Stress, Trauer oder Liebeskummer –nicht zwingend um eine diagnostizierte Depression. Noch höher ist der Anteil unter Befragten, die angaben, sich aktuell in einer depressiven Phase zu befinden (76 Prozent). Am häufigsten nutzen die Befragten dabei bekannte Systeme wie ChatGPT (77 Prozent), gefolgt von Gemini (14 Prozent) und Microsoft Copilot (vier Prozent).

Mehr als die Hälfte nennt als Grund, überhaupt jemanden zum Reden zu haben (56 Prozent). 46 Prozent hoffen, die Erkrankung selbst besser in den Griff zu bekommen, 40 Prozent informieren sich über Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten. Der Reiz, KI-Chatbots zu nutzen, liegt vor allem in ihrer einfachen Verfügbarkeit: Sie sind anonym, jederzeit erreichbar und ohne Wartezeit nutzbar.

Experten sehen in der Entwicklung sowohl Chancen als auch Risiken. „KI-basierte Systeme – evidenzbasiert, menschlich geleitet und gezielt eingesetzt –haben das Potenzial, Barrieren abzubauen, Wartezeiten zu verkürzen und mehr Prävention zu ermöglichen“, sagte der Psychiater Dr. med. Malek Bajbouj von der Berliner Charité. „Umgekehrt bergen KISysteme die Gefahr der Scheinbehandlungen: anstatt professionelle Hilfe zu suchen, bleiben Menschen in Systemen gefangen, die entweder wirkungslos sind oder sogar schädlich.“ Besonders kritisch sieht er, dass manche Nutzer KI als Alternative zu einer Behandlung wahrnehmen. Algorithmen seien aber auf Empathie programmiert, kritisches Nachfragen und therapeutische Führung kämen dabei meist zu kurz.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt PP, Ausgabe 5/2026

Familie: Alleinerziehende psychisch stark belastet

Alleinerziehende stehen einer Umfrage der Krankenkasse KKH zufolge psychisch besonders unter Druck. 61 Prozent fühlen sich demnach stark belastet. Bei zusammenlebenden Eltern sind es 31 Prozent. Alleinerziehende haben zudem mehr Sorgen um das Einkommen oder Angst vor einem sozialen Abstieg.

Knapp zwei Drittel der befragten Alleinerziehenden fühlen sich durch ihren Alltag und ihren Beruf häufig gestresst. Bei Paarfamilien sind es 47 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Befragten gab an, dass die Belastungen in den vergangenen zwei Jahren zunahmen. „Die Umfrageergebnisse sind ein eindeutiges Warnsignal“, erklärte Aileen Könitz von der KKH. Überforderung könne zu chronischer Erschöpfung und Depression führen. Ein-Eltern-Familien seien besonders gefährdet. Neun von zehn alleinerziehenden Elternteilen seien Frauen. Ein fehlender sozialer Rückhalt ist der Umfrage zufolge ebenfalls ein großer Risikofaktor für die Gesundheit. 34 Prozent der Alleinerziehenden fühlen sich durch mangelnde Unterstützung stark belastet. Bei Elternpaaren sind es 24 Prozent. „Gerade Einsamkeit ist ein starker Treiber für psychische Instabilität“, erklärte Könitz. Häufig entstehe ein Teufelskreis, weil zu wenig Zeit für Kontaktpflege zu Einsamkeit führe, was die psychische Gesundheit beeinträchtige.

Knapp drei von vier Alleinerziehenden berichten von Müdigkeit und Schlafstörungen durch Stress. Bei Paarfamilien sind es 58 Prozent. Zwei Drittel der Alleinerziehenden fühlen sich ausgebrannt. Sie leiden auch häufiger unter psychischen Beschwerden. 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt PP, Ausgabe 5/2026

Essstörungen – zwischen Kontrolle und Kontrollverlust

Essstörungen sind ernste psychische Erkrankungen, die bei Jugendlichen häufiger auftreten als in anderen Altersgruppen. Insbesondere die Magersucht hat ihren Beginn zumeist im jugendlichen Alter und betrifft Mädchen deutlich häufiger als Jungen.

Im Jahr 2024 waren rund 20 von 1.000 Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren betroffen. Das entspricht etwa 23.000 weiblichen Jugendlichen in dieser Altersgruppe. Die Fallzahlen sind seit der Zeit vor der COVID-19-Pandemie auf einem ähnlichen Niveau geblieben. Zudem hat sich die Zahl der Krankenhausbehandlungen aufgrund von Magersucht bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 10 bis 17 Jahren innerhalb von 20 Jahren verdoppelt.

Wenn Essen zur Belastung wird: Formen und Verläufe

Essstörungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren. Besonders häufig beginnen sie in der Pubertät, einer Lebensphase, die von körperlichen Veränderungen, sozialen Unsicherheiten und einem starken Bedürfnis nach Zugehörigkeit geprägt ist.

Für Eltern ist wichtig zu wissen, dass hinter auffälligem Essverhalten mehr als eine vorübergehende Phase stecken kann. Zu den zentralen Krankheitsbildern im Kindes- und Jugendalter zählen die Magersucht (Anorexia nervosa), die Bulimie (Bulimia nervosa) sowie die Binge-Eating-Störung. Magersucht ist durch eine stark eingeschränkte Nahrungsaufnahme und deutliches Untergewicht gekennzeichnet, während bei Bulimie wiederkehrende Essanfälle auftreten, die durch Maßnahmen wie Erbrechen oder exzessiven Sport ausgeglichen werden. Die Binge-Eating-Störung äußert sich ebenfalls in Essanfällen, jedoch ohne solche Gegenmaßnahmen, was oft zu Übergewicht führt.
In der Praxis zeigen sich diese Störungen oftmals nicht in Reinform. Viele Jugendliche entwickeln Mischformen oder durchlaufen verschiedene Stadien. Häufig treten zusätzlich psychische Symptome wie Depressionen oder Angststörungen auf, die den Verlauf erschweren.

Überwiegend Mädchen und junge Frauen betroffen

Dass Mädchen deutlich häufiger an Essstörungen erkranken als Jungen, zeigt sich im Zahlenverhältnis. Bei der Magersucht liegt es bei etwa 1 zu 10 bis 1 zu 12 zugunsten der weiblichen Jugendlichen.
Priv.-Doz. Dr. Katharina Bühren, Kinder- und Jugendpsychiaterin und Vorstandsmitglied der Stiftung Kindergesundheit, erklärt, dass sowohl gesellschaftliche als auch biologische Faktoren eine Rolle spielen.
Mädchen neigen demnach eher zu sogenannten nach innen gerichteten Belastungsreaktionen wie Essstörungen oder Depressionen, während Jungen häufiger nach außen gerichtete Verhaltensweisen zeigen. Für Eltern bedeutet das jedoch nicht, dass Jungen nicht von Essstörungen betroffen sind. Ihre Probleme werden oft später erkannt, da sie sich anders äußern können, etwa durch exzessiven Sport mit Fokus auf Muskelaufbau.

Mehr Fälle, längere Verläufe: Essstörungen nehmen an Schwere zu

Die Daten verdeutlichen die Dimension des Problems. Während der COVID-19-Pandemie sind die Fallzahlen deutlich gestiegen und haben sich seither auf einem erhöhten Niveau gehalten. „Die Zahl stationärer Behandlungen wegen Magersucht hat deutlich zugenommen“, betont Bühren. So hat sich die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Magersucht bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von zehn bis 17 Jahren innerhalb von 20 Jahren verdoppelt. Von rund 3.000 Fällen im Jahr 2003 stieg die Zahl der Betroffenen auf etwa 6.000 im Jahr 2023. Es zeigt sich dabei eine Verschiebung hin zu jüngeren Erkrankten.

Nicht selten nehmen Essstörungen einen längeren Verlauf. Viele Jugendliche benötigen über viele Monate oder Jahre hinweg eine Behandlung. Bühren betont: „Die Therapie von Essstörungen ist kein Sprint, sondern ein Marathon und bedeutet für Familien häufig eine erhebliche Belastung über einen langen Zeitraum hinweg.“

Die Folgen können dramatisch sein

Die körperlichen Auswirkungen von Essstörungen sind vielfältig und teils schwerwiegend. Bei Nahrungsmangel stellt sich der Körper auf Energiesparen um, was zu Schwäche, Frieren, ausbleibender Menstruation, niedrigem Blutdruck und Konzentrationsproblemen führen kann. Immunsystem, Hormone und Organe werden belastet, in schweren Fällen können auch das Gehirn und das Herz-Kreislauf-System betroffen sein.

Elektrolytstörungen, insbesondere ein Mangel an Kalium, kann gefährliche Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand auslösen. Erbrechen und der Missbrauch von Abführ- oder Entwässerungsmitteln führen zu Nährstoffverlusten. Der Stoffwechsel, Organe und Zähne können geschädigt werden.

Warnzeichen erkennen: Worauf das Umfeld achten sollte

Essstörungen entwickeln sich meist schleichend und werden von den Betroffenen häufig verborgen. Umso wichtiger ist es, auf Veränderungen im Alltag zu achten.

Man sollte aufmerksam werden, sobald Kinder oder Jugendliche deutlich weniger essen, kalorienreiche Lebensmittel meiden oder sich sehr einseitig ernähren. Manche wirken bei gemeinsamen Mahlzeiten unauffällig, ziehen sich danach jedoch zurück, was ein Warnsignal sein kann.

Auch in der Stimmung können sich Veränderungen zeigen. Anhaltende Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit oder sozialer Rückzug können Hinweise auf eine Essstörung sein. Ebenso kann ein plötzlicher Leistungsabfall in der Schule oder ein nachlassendes Interesse an Hobbys ein Zeichen für diese Entwicklung sein.

Weitere Warnsignale sind exzessiver Sport, das Verbergen des Körpers durch weite Kleidung, eine starke gedankliche Beschäftigung mit Kalorien und Gewicht sowie eine negative Selbstwahrnehmung.

Vor allem Eltern, aber auch die weitere Familie, die Schule und der Freundeskreis spielen eine zentrale Rolle bei der Wahrnehmung erster Veränderungen. Eltern und Geschwister erleben betroffene Kinder und Jugendliche im Alltag und können früh bemerken, wenn sich Verhalten oder Stimmung auffällig verändern. Da einige dieser Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist eine fachliche Abklärung wichtig.

Muskelsucht: Ein oft übersehenes Risiko

Bei Jungen äußern sich Probleme mit dem Körperbild häufig anders. Ein zunehmendes Thema ist die sogenannte Muskelsucht. Betroffene streben nach einem möglichst muskulösen Körper und empfinden sich selbst dann als unzureichend, wenn sie bereits deutlich sichtbar Muskeln aufgebaut haben.

Ihr Alltag ist dann oft geprägt von intensivem Training, strengen Ernährungsregeln und einem Rückzug aus anderen Lebensbereichen. Für Eltern ist dies oft schwer einzuordnen, da sportliches Verhalten zunächst gesundheitsfördernd erscheint.

Kennzeichnend für die Muskelsucht ist ein zunehmend zwanghaftes Trainingsverhalten, das oft mehrmals täglich stattfindet. Hinzu kommen strenge, auf Muskelaufbau ausgerichtete Ernährungsweisen mit betont eiweißreicher Kost. Das veränderte eigene Verhalten wird häufig verheimlicht oder verharmlost. In manchen Fällen greifen Betroffene zu leistungssteigernden Substanzen wie anabolen androgenen Steroiden (Anabolika) oder Wachstumshormonen. Diese Stoffe können gravierende körperliche und psychische Folgen verursachen.

Fachleute sehen bei der Entwicklung einer Muskelsucht Parallelen zu Essstörungen, besonders im Hinblick auf die Aspekte Körperwahrnehmung und kontrolliertes Essverhalten.

Behandlungsmöglichkeiten: Hilfe ist nötig

Viele Betroffene hoffen, ihre Probleme allein in den Griff zu bekommen. Da die Magersucht eine schwerwiegende Erkrankung mit körperlichen und psychischen Symptomen ist, ist professionelle Unterstützung entscheidend. Ohne Behandlung besteht die Gefahr, dass die Erkrankung chronisch wird oder nach symptomfreien Phasen zurückkehrt.

Eine erfolgreiche Therapie setzt die Bereitschaft voraus, Hilfe anzunehmen. Die erste Anlaufstelle sollte die Kinder- und Jugendärztin /der Kinder- und Jugendarzt sein. Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten, sind Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie die richtige Adresse. Die Behandlung erfolgt in der Regel in enger Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Ärztliche Betreuung sichert die körperliche Gesundheit, Psychotherapie arbeitet an Ursachen und Verhaltensmustern, und Ernährungstherapie stabilisiert das Essverhalten. Ergänzend können sozialpädagogische Maßnahmen, etwa zur Wiedereingliederung in Schule oder Ausbildung, sinnvoll sein.
Je nach Schweregrad erfolgt die Behandlung ambulant oder stationär. Besonders bei schweren Verläufen, etwa bei starkem Untergewicht oder körperlichen Problemen, ist oft eine stationäre Behandlung notwendig.

Vorbeugung: Welche Schutzfaktoren Kinder und Jugendliche stärken

Da Essstörungen durch viele Faktoren beeinflusst werden, gibt es auch verschiedene Ansatzpunkte zur Vorbeugung.
„Stabile Beziehungen sowie eine positive Vorbildfunktion ohne Bewertung des Aussehens des eigenen oder anderer Körpers sind wichtig. Auch eine entspannte Esskultur im Alltag wirkt vorbeugend“, erklärt Bühren.
„Auch Schule und Freundeskreis können unterstützend wirken, indem sie aufmerksam bleiben und ein wertschätzendes Miteinander fördern. Freundschaften, Hobbys und soziale Einbindung tragen zusätzlich zur psychischen Stabilität bei. Nicht zuletzt ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche lernen, Schönheitsideale und Inhalte aus sozialen Medien kritisch zu hinterfragen. Dazu können Eltern, aber auch die Schule maßgeblich beitragen. Die Prävention von Essstörungen ist eine bedeutsame gesellschaftliche Herausforderung, für die es mehr zielgerichtete Schritte und entsprechende Mittel bräuchte.“

Früh reagieren: Unterstützung im Umfeld

Nahe Bezugspersonen sind häufig die ersten, die Veränderungen bemerken. Ein offenes Gespräch ist ein wichtiger erster Schritt. Dabei sollten Beobachtungen aus der eigenen Perspektive geschildert und Vorwürfe vermieden werden. 
Wichtig ist, Verständnis zu zeigen und die betroffene Person ernst zu nehmen. Gleichzeitig ist es ratsam, sich selbst Unterstützung zu holen, etwa durch Beratungsstellen oder Selbsthilfeangebote.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de vom 25.06.2026

Neue Empfehlungen zur medikamentösen Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit starkem Übergewicht

Gemeinsame Presseinformation von DAG und DGKJ: Die Leitlinie zur medikamentösen Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit Adipositas (starkem Übergewicht) wurde aufgrund einer grundlegend veränderten Evidenzlage vorzeitig aktualisiert.

Die medizinische Leitlinie zur „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) sowie unter Mitwirkung von 21 Fachgesellschaften und 2 Selbsthilfegruppen wurde in ihren Aussagen zur medikamentösen Therapie vorzeitig aktualisiert. Hintergrund ist eine substanzielle Veränderung der wissenschaftlichen Evidenzlage.

„Seit der letzten Leitlinienversion im Jahr 2019 hat sich die Evidenz zur medikamentösen Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter grundlegend weiterentwickelt“, erklärt Leitlinienkoordinator Prof. Dr. med. Martin Wabitsch. „Mehrere randomisierte kontrollierte Studien zeigen klinisch relevante Effekte einer Therapie mit GLP-1-Rezeptoragonisten auf Körpergewicht und kardiometabolische Risikofaktoren bei Kindern und Jugendlichen mit Adipositas. Gleichzeitig liegen Zulassungen für das Jugendalter vor. Vor diesem Hintergrund war ein Abwarten bis Anfang 2027 fachlich nicht vertretbar.“

Ohne eine zeitnahe Aktualisierung bestünde das Risiko, dass therapeutische Entscheidungen nicht mehr dem aktuellen Stand der Evidenz entsprechen.

Klare Differenzierung im Empfehlungsgrad

Die Leitliniengruppe hat zwei neue Empfehlungen zur medikamentösen Therapie verabschiedet: Bei Adipositas kann eine medikamentöse Therapie ab dem zugelassenen Mindestalter als Ergänzung einer leitliniengerechten Lebensstilintervention in Betracht gezogen werden. Bei Kindern und Jugendlichen mit extremer Adipositas (> 99,5. Perzentil) und anhaltender Gewichtszunahme sollte die medikamentöse Therapie in spezialisierten Zentren unter klar definierten Kriterien erwogen werden.

Während die medikamentöse Therapie bei Adipositas im Kindes- und Jugendalter grundsätzlich eine individuell zu prüfende Option darstellt, rechtfertigt das deutlich erhöhte Krankheits- und Progressionsrisiko bei extremer Adipositas eine stärker gewichtete Empfehlung.

„Kinder und Jugendliche mit extremer Adipositas tragen ein erheblich erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie und kardiovaskuläre Folgeerkrankungen“, so Prof. Wabitsch. „Eine medikamentöse Therapie stellt hier eine relevante Alternative zur bariatrisch-chirurgischen Therapie dar.“

Versorgungspolitische Dimension

Trotz der vorliegenden Evidenz wird die Kostenübernahme derzeit häufig unter Verweis auf § 34 Abs. 1 Satz 7 SGB V („Lifestyle-Paragraf“) abgelehnt. „Die aktuelle Evidenzlage zeigt deutlich, dass es sich nicht um eine Lifestyle-Intervention handelt, sondern um die Behandlung einer chronischen Erkrankung“, betont Dr. biol. hum. Stephanie Brandt-Heunemann, Leiterin der Methodengruppe. „Liegen eine hohe Evidenzqualität und eine entsprechende Zulassung vor, darf sich die Versorgungspraxis dem nicht entziehen.“

Teilaktualisierung als verantwortliche Reaktion

Adipositas im Kindes- und Jugendalter ist eine chronische Erkrankung mit hohem Risiko für Folgeerkrankungen bis ins Erwachsenenalter. Bei veränderter Evidenzlage besteht eine fachliche Verantwortung zum Handeln, der mit dieser vorgezogenen Teilaktualisierung Rechnung getragen wurde.

Die reguläre Gesamtüberarbeitung der Leitlinie ist weiterhin für Januar 2027 vorgesehen.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de vom 18.06.2026

Reiseübelkeit bei Kindern: Mit einfachen Tipps entspannt ans Ziel

Die Sommerferien stehen vor der Tür – und damit für viele Familien lange Autofahrten in den Urlaub. Für manche beginnt die Reise allerdings mit Übelkeit auf der Rückbank statt mit Vorfreude auf das Urlaubsziel. Besonders Kinder sind häufig betroffen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch stark reduzieren.

Michael Achenbach, Kinder- und Jugendarzt sowie Pressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) in Westfalen-Lippe, erklärt: „Viele Eltern denken bei Reiseübelkeit zunächst an Medikamente. Dabei lassen sich die Beschwerden oft schon durch einfache Maßnahmen deutlich verringern.“

Reiseübelkeit entsteht, wenn das Gehirn Sinneseindrücke verarbeitet, die nicht zueinander passen. Der Körper registriert die Bewegung des Fahrzeugs, während die Augen beispielsweise beim Lesen oder beim Blick auf Smartphone oder Tablet eher Ruhe wahrnehmen. Die Folge dieser widersprüchlichen Eindrücke können Übelkeit, Schwindel, Blässe und Erbrechen sein.

„Das Gehirn erhält unterwegs unterschiedliche Signale aus Augen, Gleichgewichtsorgan und Körperwahrnehmung. Besonders Kinder reagieren auf diesen Sinneskonflikt häufig mit Übelkeit“, erläutert Achenbach.

Eltern können einiges tun, um Reiseübelkeit vorzubeugen oder abzuschwächen. Hilfreich ist ein Sitzplatz mit freier Sicht nach vorne. Kinder sollten möglichst auf die Straße oder auf einen festen Punkt am Horizont schauen. Auch eine ruhige, vorausschauende Fahrweise trägt zu einer entspannteren Reise bei.

Bewährt haben sich außerdem eine leichte Mahlzeit vor Fahrtbeginn, ausreichend Getränke, regelmäßige Pausen an der frischen Luft, Hörspiele, Hörbücher oder Musik sowie der Verzicht auf Lesen, Smartphone, Tablet und Handheld-Konsolen. Regelmäßige Pausen und frische Luft werden von vielen Kindern als wohltuend empfunden. Intensive Gerüche im Fahrzeuginnenraum können bestehende Übelkeit zusätzlich verstärken.

„Wer auf Smartphone, Tablet oder Bücher verzichtet, hat oft schon einen wichtigen Auslöser der Reiseübelkeit beseitigt“, so Achenbach.

Medikamente gegen Reiseübelkeit können bei Kindern mit ausgeprägter Symptomatik im Einzelfall sinnvoll sein. Sie sollten altersgerecht angewendet und entsprechend den Dosierungsempfehlungen eingesetzt werden. Eltern sollten sich vor der Anwendung über mögliche Nebenwirkungen informieren. Gelegentlich treten statt Müdigkeit auch Unruhe oder Erregungszustände auf.

Sicherheit hat auf jeder Fahrt Vorrang. Bei ersten Anzeichen von Übelkeit empfiehlt sich die nächste Fahrpause. Frische Luft und etwas Bewegung tragen häufig dazu bei, dass sich Kinder rasch wieder wohler fühlen.

„Niemand startet gern mit einer vollgekotzten Rückbank in den Urlaub. Zum Glück lässt sich Reiseübelkeit bei Kindern oft schon mit einfachen Maßnahmen wirksam vorbeugen“, sagt Achenbach.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) wünscht allen Familien eine entspannte, sichere und möglichst beschwerdefreie Reisezeit.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de vom 17.06.2026

Jedes zehnte Grundschulkind ist oft einsam

Einsamkeit beginnt früh und macht sich oft in der Schule bemerkbar. Das zeigt das Forschungsprojekt „Inspire Youth“ unter Beteiligung der Universität Witten/Herdecke.

Schon in der Grundschule gehört Einsamkeit für viele Kinder zum Alltag. Mehr als jedes dritte Kind fühlt sich manchmal einsam, rund jedes zehnte sogar oft oder immer. Das zeigen aktuelle Zwischenergebnisse der Studie „Inspire Youth“ mit Beteiligung von Prof. Dr. Susanne Bücker, Professorin für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). Befragt wurden 428 Kinder der zweiten bis vierten Klasse an Schulen in Bochum, Herne und Gelsenkirchen.

Ein Gefühl ohne Worte

Viele Kinder erleben Einsamkeit, können sie aber nicht benennen. Rund ein Drittel kann den Begriff nicht erklären – besonders häufig Kinder, die nicht mit Deutsch als Muttersprache aufwachsen. Das hat Folgen: Wer kein Wort für ein Gefühl hat, kann schwer darüber sprechen und sucht seltener Hilfe. „Einsamkeit entsteht, wenn die eigenen Beziehungen nicht so sind, wie man sie sich wünscht – zum Beispiel, weil man zu wenige Freundinnen hat oder die Beziehungen zu oberflächlich sind.“, sagt Prof. Dr. Susanne Bücker. „Kinder müssen dieses Gefühl erst einordnen lernen, sonst bleibt es oft unbemerkt.“

Hinzu kommt: Viele Kinder setzen Einsamkeit mit Alleinsein gleich. Sie beschreiben also eine Situation, nicht das dahinterliegende Gefühl. Das erschwert es Erwachsenen, Einsamkeit überhaupt zu erkennen.

Kinder erleben Einsamkeit vor allem dort, wo sie mit anderen zusammen sind, die Schule ist dafür ein zentraler Ort. Hier entstehen Beziehungen – oder eben nicht. „Für Kinder ist Einsamkeit ein sehr konkretes, soziales Erlebnis“, sagt Bücker. „Wenn niemand mit ihnen spielt oder sie ausgeschlossen werden, wird sie spürbar, aber oft eben nicht greifbar.“

Zwischen Selbsthilfe und Rückzug

Die meisten Kinder versuchen selbst, etwas zu ändern: Sie suchen Kontakt zu anderen Kindern, sprechen mit Erwachsenen oder knüpfen neue Beziehungen. Solche Strategien sind die häufigste Reaktion. Doch dieses Muster gilt nicht für alle. Je stärker Kinder von Einsamkeit betroffen sind, desto häufiger greifen sie auf andere Strategien zurück. Sie ziehen sich zurück, andere reagieren auffällig oder aggressiv, lenken sich ab oder versuchen, ihre Gefühle allein zu regulieren. In einzelnen Fällen berichten Kinder sogar davon, sich „herunterzufahren“, um nichts mehr zu spüren. Das weist auf ein zentrales Problem hin: Nicht alle Kinder verfügen über die gleichen sozialen und emotionalen Ressourcen. Während einige aktiv Anschluss finden, fehlt anderen genau diese Möglichkeit.

Prävention heißt: Beziehungen ermöglichen

Hier setzt das Projekt „Inspire Youth“ an. Es geht nicht nur darum, Einsamkeit zu messen, sondern sie früh zu erkennen und Kinder im Umgang damit zu stärken. Dafür soll auf allen Ebenen Einsamkeitsprävention verankert werden – im Unterricht, im Ganztag und in den Strukturen der Schule. Kinder sollen lernen, Gefühle zu bemerken und zu benennen, Schulen sollen Zugehörigkeit aktiv fördern und Erwachsene sollen ansprechbar sein, wenn Kinder Hilfe suchen. Doch die Studie zeigt auch, wie schwierig das in den Schulalltag zu integrieren ist: Große Gruppen, wenig Zeit und fehlende Räume erschweren den Blick auf das einzelne Kind. Gerade leise Kinder werden leicht übersehen. Aber: Geschultes Personal kann Einsamkeit erkennen und durch gezielte Maßnahmen wirksam reduzieren. Das eröffnet konkrete Ansatzpunkte, um Kinder früh zu stärken und ihnen verlässliche soziale Beziehungen zu ermöglichen.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de vom 04.06.2026

Intensive Schmerztherapie bei Kindern – neue Leitlinie garantiert hohe Behandlungsqualität

Hunderttausende Kinder leiden unter chronischen Schmerzen – eine Leitlinie, die unter Beteiligung des Lehrstuhls für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin der UW/H entstanden ist, soll Fehlversorgung verhindern und wirksame Therapie sichern.

In Deutschland leiden 7% der 8- bis 17-Jährigen – also etwa 500.000 Kinder und Jugendliche – an so starken andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen, dass sie in ihrem Alltag und in der Schule stark eingeschränkt sind. Wird die chronische Schmerzerkrankung nicht oder falsch behandelt, kann sie bis ins Erwachsenenalter fortbestehen und enorme negative Folgen für die Betroffenen und die Gesellschaft haben.

Unter Leitung der Deutschen Schmerzgesellschaft wurde gemeinsam mit zwölf weiteren Fachgesellschaften und Patient:innenorganisationen erstmals eine Leitlinie für die stationäre, interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST) bei Kindern entwickelt. Sie soll die Behandlungsqualität verbessern und verhindern, dass Kinder unzureichend versorgt werden.

Was Kindern mit starken Schmerzen am besten hilft

Die effektivste Behandlungsmethode für schwere chronische Schmerzerkrankungen bei Kindern ist die stationäre IMST. Sie zielt darauf ab, die Schmerzen zu verringern und die Lebensqualität der Kinder zu steigern. „Schulbesuch und sportliche Aktivtäten sollen wieder möglich werden und die Kinder sollen Freude am Lernen und am Leben haben“, sagt Dr. Julia Wager, wissenschaftliche Leitung des Lehrstuhls für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und wissenschaftliche Leiterin am Deutschen Kinderschmerzzentrum der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. Unter ihrer Leitung wurde die Leitlinie erstellt. „Ziel der Behandlung ist es vor allem, die Einschränkungen durch den Schmerz zu verringern, damit Kinder und Jugendliche wieder aktiv am Alltag teilnehmen können“, so Wager.

Dafür empfiehlt die Leitlinie, dass die stationäre IMST in einer Klinik für Kinder und Jugendliche und mit einem interdisziplinären, pädiatrisch geschulten Behandlungsteam erfolgen soll, das auf die emotionalen und entwicklungsbedingten Bedürfnisse dieser Gruppe eingehen kann. „Wir sehen die Leitlinie als einen echten Meilenstein für die intensive multimodale Schmerztherapie und nicht nur im Bereich der Kinder und Jugendlichen“ so Dr. Julia Wager.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de vom 21.05.2026

ADHS-Medikation im Kindesalter: Kein erhöhtes Psychoserisiko – Hinweise auf möglichen Schutzeffekt

Eine internationale Studie unter Leitung von Forschenden des University College Dublin und der Universität Edinburgh legt nahe, dass eine Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindesalter mit Methylphenidat nicht mit einem erhöhten Risiko für spätere psychotische Störungen verbunden ist.

Die Ergebnisse basieren auf Registerdaten von fast 700.000 in Finnland geborenen Personen. In einer Teilstichprobe von knapp 4.000 jungen Menschen mit ADHS wurde untersucht, ob eine Behandlung mit Methylphenidat langfristige Auswirkungen auf das Risiko für psychotische Erkrankungen hat.

Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko

Die Analyse zeigte insgesamt keinen Zusammenhang zwischen einer Behandlung mit Methylphenidat und einem erhöhten Risiko für spätere psychotische Störungen. Damit liefern die Ergebnisse wichtige Hinweise darauf, dass die Medikation selbst nicht die Ursache für das bekannte erhöhte Psychoserisiko bei einer kleinen Gruppe von Menschen mit ADHS ist.

„Eine zentrale Frage war, ob ADHS-Medikamente dieses Risiko beeinflussen oder ob es sich um einen Zusammenhang handelt, der durch andere Faktoren erklärt wird“, erklärte Studienleiter Professor Ian Kelleher. „Unsere Ergebnisse sprechen dagegen, dass die Medikation ursächlich für ein erhöhtes Risiko ist.“

Hinweise auf möglichen Schutzeffekt in einer Untergruppe

In weiterführenden Analysen fanden die Forschenden Hinweise darauf, dass bei Personen mit einer ADHS-Diagnose im Kindesalter (vor dem 13. Lebensjahr) eine anhaltende Behandlung mit Methylphenidat mit einem geringeren Risiko für nichtaffektive psychotische Störungen im Erwachsenenalter verbunden sein könnte.

Die Autor*innen betonen jedoch, dass es sich hierbei um Sekundäranalysen handelt. Die Ergebnisse sollten daher vorsichtig interpretiert werden und erlauben keine eindeutigen Aussagen über einen kausalen Schutzeffekt.
Unterschiede je nach Diagnosealter

Für Personen, bei denen ADHS erst im Jugendalter diagnostiziert wurde, konnten keine verlässlichen Aussagen getroffen werden. Die Forschenden weisen darauf hin, dass sich das Gehirn in verschiedenen Entwicklungsphasen unterschiedlich entwickelt und daher auch die Wirkung von Stimulanzien variieren könnte.

Angesichts der steigenden Zahl von ADHS-Diagnosen im Jugend- und Erwachsenenalter sehen die Autor*innen hier weiteren Forschungsbedarf.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de vom 18.05.2026