Therapie

Psychotherapie für Kinder und Jugendliche beinhaltet die Behandlung von Verhaltensstörungen sowie seelischer, emotionaler und auch psychosomatischen Störungen. Sie beruht auf wissenschaftlich fundierten psychotherapeutischen Methoden (siehe “Schwerpunkt”) . Um die Qualität einer sach- und fachgerechten Durchführung der Psychotherapie zu gewährleisten, befindet sich die Psychotherapeutin selbst in begleitender Supervision, Intervision und Fortbildung.

Die Psychotherapie findet im Einzelgespräch mit dem Kind bzw. Jugendlichen im wöchentlichen Rhythmus (kann variieren!) statt; eine Sitzung dauert jeweils 50 Minuten.

Parallel werden die Eltern und auch Bezugspersonen (ErzieherInnen, LehrerInnen, Verwandte usw.) in die Psychotherapie der Kinder bzw. Jugendlichen einbezogen (Eltern- bzw. Familiengespräche, Schulgespräche, Hilfeplangespräche). Dabei werden die Entwicklungs- und Änderungsprozesse des Kindes bzw. Jugendlichen fortlaufend abgestimmt und auch Veränderungen und Lösungen mit den Bezugspersonen erarbeitet. Dies umschließt auch die Unterstützung der Eltern im Umgang mit eigenen Belastungen, Konflikten und Schwierigkeiten in der Beziehung mit dem Kind oder Jugendlichen.

Der Gesamtumfang der Behandlung richtet sich in erster Linie nach dem jeweiligen Störungsbild. Hierbei wird in der Regel zwischen Kurzzeittherapie 1 (12 Sitzungen + 3 Stunden für die Bezugspersonen), Kurzzeittherapie 2 (12 Sitzungen + 3 Bezugspersonenstunden) und Langzeittherapie (60 Sitzungen + 15 Bezugspersonenstunden) unterschieden.

Die genaue Ausgestaltung und Dauer der Therapie hängt von den Bedürfnissen des Patienten im Einzelfall ab. So kann es bei Kindern bzw. Jugendlichen durchaus sein, dass aus therapeutischen Gesichtspunkten auf die begleitenden Elterngespräche verzichtet wird. Auch kann eine Kurzzeittherapie bei Bedarf in eine Langzeittherapie übergehen. Die Gestaltung der Therapiestunde hängt vom Alter und Entwicklungsstand des Kindes bzw. Jugendlichen ab.

Ziel der Psychotherapie ist der Abbau von Symptomen und/ oder die Wiederherstellung des geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Die individuellen Ziele werden jeweils mit dem Patienten und seinen Bezugspersonen im Rahmen der Diagnostik geklärt und können auch während der Therapie entsprechend abgeändert werden.

Die behandelbaren Störungen sind bei Kindern und Jugendlichen unter anderem:

  • Aggressives Verhalten
  • Ängste und Phobien
  • Anpassungs- und Belastungsstörungen
  • Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätssyndrom (ADS, ADHS)
  • Bindungsstörungen
  • Depressionen
  • Einnässen und Einkoten
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Entwicklungsstörungen
  • Essstörungen
  • Panikstörungen
  • Psychische Probleme bei chronischen Erkrankungen (z.B. Diabetes Typ I)
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Selbstmordgedanken
  • Somatoforme Störungen (z.B. Schmerzstörungen)
  • Sprachstörungen, Mutismus
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Störungen der Impulskontrolle
  • Zwangsstörungen, Tics