Kinder und Jugendliche: „Mental Health Coaches“ für die Schulen

Kinder und Jugendliche sollen in Schulen künftig mehr Unterstützung für ihre psychische Gesundheit erhalten. In einem Modellprogramm an rund 100 Schulen werden „Mental Health Coaches“ Wissen über psychische Gesundheit vermitteln sowie über vertiefende Hilfs- und Beratungsangebote informieren.

„Die letzten Jahre waren enorm stressig. Corona war mit massiven Einschränkungen und massiven Belastungen verbunden“, sagte Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne). Die „Mental Health Coaches“, also Sozialpädagogen, sollen der Ministerin zufolge sichere Räume in den Schulen schaffen. „Wichtig ist, sich in solchen Situationen nicht zu schämen, sondern sich die Hilfe zu holen, die man braucht“, sagte Paus.

Mehrere Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche in der Coronazeit gelitten haben: Präsenzunterricht, Sport und Hobbys fanden nicht mehr statt; Freunde durften nicht mehr getroffen werden. Paus zufolge nahmen Depressionen und Essstörungen stark zu. „Dann ging es wieder in die Schule und es hieß: Aufholen, aufholen. Und dann kam gleich drauf der Krieg in Europa“, sagte die Ministerin. Und die Folgen, wie die Inflation, würden alle beschäftigen. Jeder gehe mit solchen Belastungen anders um. Daher sei es wichtig, Ansprechpartner für individuelle Sorgen zu haben. 

Quelle: www.aerzteblatt.de, PP 22, Ausgabe Oktober 2023