Süß, bunt und voller Nikotin: Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel werden bei jungen Menschen beliebter. Das geht aus einer Befragung des Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit aus dem Jahr 2025 hervor. Demnach rauchte knapp jeder zehnte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren 2025 und damit 3,5 Prozentpunkte mehr als noch vier Jahre zuvor. Weniger junge Leute greifen allerdings zur herkömmlichen Zigarette – mit einer Ausnahme: Bei den Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren rauchten 7,8 Prozent Tabak und damit 1,4 Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Fachleute schlugen Alarm und forderten bessere Präventionsmaßnahmen, wie etwa das Verbot von süßen Aromastoffen.
Erkrankungen und Geschlecht
Geschlechtsspezifische Unterschiede spielen im Medizinstudium offensichtlich keine allzu große Rolle: Einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbands zufolge hat ein Drittel der rund 500 befragten Ärztinnen und Ärzte angegeben, im Studium „gar keine“ Inhalte zu den Unterschieden zwischen Frauen und Männern bei Erkrankungen vermittelt bekommen zu haben. Zwei Drittel haben noch nie eine entsprechende Fortbildung besucht, 87 Prozent finden, dass das Thema stärker in Leitlinien berücksichtigt werden sollte.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Ausgabe 12/2026
